Frühsymptome
Bereits bis zu fünf Jahre vor einer akuten Psychose können sich erste Frühsymptome (Prodromalsymptome) zeigen. Meist werden die Symptome bereits als Belastung erlebt und können den Alltag erschweren. Leider sind diese Frühwarnzeichen eher unspezifisch, so dass sie sowohl von dem Betroffenen als auch dem Umfeld oft nicht als mögliche Frühsymptome einer Psychose wahrgenommen werden. Menschen die unter solchen Frühsymptomen leiden sind nicht „krank“ im eigentlichen Sinne, sondern stehen unter einem erhöhten Risiko, eine Psychose zu entwickeln. Da die Symptome kommen und gehen können, werden sie anfangs kaum bemerkt oder oft missdeutet als Reaktion auf die Belastungen des Alltags. Die Kombination vieler verschiedener Symptome aber auch die Intensität eines einzelnen Symptoms kann bedeuten, dass man unter einem speziellen Risiko steht, eine Psychose zu entwickeln.
Mögliche Frühsymptome:
- Gefühle von sozialer Unsicherheit, sozialer Rückzug
- Über Wochen gedrückte Stimmung
- Schlafstörungen
- Gefühle von Lustlosigkeit, Antriebsstörungen
- Anspannung, Nervosität, innere Unruhe
- Gedanken geraten durcheinander, werden von anderen Gedanken unterbrochen
- Konzentrationsstörungen
- Erhöhtes Misstrauen, Reizbarkeit, vermehrte Konflikte
- Gefühle von Unwirklichkeit („alles wie im Film“)
- Erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit
- Tendenz, belanglose und zufällige Gegebenheiten auf sich zu beziehen
- Ungewöhnliche Wahrnehmungserlebnisse, wie zum Beispiel Halluzinationen
Anhand der Checkliste lässt sich eine erste vorsichtige Aussage über das Vorliegen eines erhöhten Psychoserisikos machen. Für eine aussagekräftige und sorgfältige Risikoabschätzung wenden Sie sich bitte an das Früherkennungszentrum.
